Der richtige Kaffee

Immer wieder verdrehe ich die Augen, wenn Leute nicht wissen wie ein richtiger Cappuccino gemacht wird, bzw. was für ihn verwendet wird. Dann glauben Sie, er wird aus Filterkaffee mit Milch und Schaum gemacht. Ja ich weiß: Ich bin wieder mal ein Klugscheißer. Aber darum erklär ich das ja hier.

Grundsätzlich unterscheiden sich schon allein die Espresso-Bohnen von normalen Kaffeebohnen. Aber auch nur in der Art der Röstung. Diese werden bei Espresso dunkler geröstet. Diese Art der Röstung verringert den Gehalt an Koffein und Kaffeesäure. Weniger Kaffeesäure macht ihn bekömmlicher als normal gerösteten Kaffee. Beim Koffein muss man aber aufpassen, denn durch die geringe Menge an Wasser bei der Zubereitung enthält die gleiche Menge Espresso, im Vergleich zu Filterkaffee, weniger Koffein. Daher die zittrigen Hände.

Ich möchte nun zu den Verschiedenen Kaffee-Mixgetränken kommen, die mal mehr, mal weniger gängig und bekannt sind. Hierzu gibt es im Netz einige Guides die das ganze grafisch und übersichtlich darstellen. Das erste, welches ich zeigen möchte ist von plaid-creative.com.

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Sehr schön sieht man hier die verschiedenen Getränke, mit ihren Mischverhältnissen. Und man erkennt die Anteile eines Cappuccinos, nämlich: 1 Teil Espresso, 1 Teil Milch und Milchschaum. Daneben gibt es noch die – in meinen Augen zumindest – Pussyvariante des Cappuccinos, den Cafe Latte oder Milchkaffee. Dieser besteht dann, wie hier, aus 2/3 (Filter-)Kaffee und 1/3 Milch, wird aber von Land zu Land unterschiedlich gemischt. Mittlerweile ist es schwer, anständigen, guten Filterkaffee zu bekommen. Den runden volumigen Geschmack eines Espressos bekommt man mit dem Brühen über einen Filter einfach nicht hin, wie ich finde. Da wäre mir ein (Café) Americano (1/3 Espresso, 2/3 heißes Wasser) einfach lieber. Wahrscheinlich auch eher in der Mischung 1-zu-1.

Ein weiterer Guide kommt von ilovecoffee.co.za.

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Und noch einer von orbitvisual.com, welchen es dort auch als Poster zu kaufen gibt.

Print

Kommen wir nun zu den Vollautomaten. Diese schaffen einfach keinen Espresso, wie ich meiner Schwägerin bei ihrem Automaten fälschlicherweise weiß machen wollte (Ja auch ich kann mich mal irren). Zumindest zweifel ich jetzt grade im Moment daran. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob es an ihrer Maschine eine Taste für „Espresso“ gab, oder ob das nur „eine kleine Tasse Kaffee“ war. Zumindest war der Test mit Espresso- statt Kaffeebohnen etwas besser, aber nicht optimal. Eine Maschine, also ein Vollautomat, kann halt nur Espresso produzieren, wenn das Gerät auch die 9bar Druck schafft. Die meisten schaffen allerdings nur 4-5bar, was halt einfach nicht ausreicht. Also greift man am besten doch zu einer Siebträgermaschine, die es ja schon ab etwa 300€ gibt. Ob es zu dem Preis dann eine ordentliche ist, sei mal dahingestellt.

Was ich aber sagen wollte ist, dass man Kaffee oder Espresso auch als Genussmittel sehen sollte. Nicht nur als Aufputscher im Büro. Und wechselt auf Espresso, der der ist wirklich bekömmlicher. In diesem Sinne: zum Wohl.

PS: Herr Fischer ist nicht der alleinige Grund für diesen Beitrag. Er hat mich nur wieder dran erinnert, ihn zu schreiben. 😉